Ausflug in die größten Eishöhlen der Erde

Das Wetter war heute nicht ganz so berühmt, also entschlossen wir uns, die größten Eishöhlen der Welt, die Eisriesenwelt Werfen, zu besuchen.

Kassahäuschen

20 minütiger Fußmarsch von der Bergstation zu der Höhle

Nach nur ca. 20 Autominuten hatten wir auch schon Werfen erreicht. Von Werfen führt eine steile Nebenstraße bis zum Parkplatz der Eisriesenwelten. Bei sehr gut besuchten Tagen, kann man das Auto auch im Ort stehen lassen und mit dem Shuttlebus bis zum Kassahaus der Höhlen fahren. Wir haben Glück: es ist erst 10.30 Uhr und es sind noch genügend Parkplätze beim Besucherzentrum, das erst 2009 erföffnet wurde, frei. Im Besucherzentrum befinden sich die Kassaschalter und auch ein Souvenirgeschäft.

Vom modernen Besucherzentrum führt ein ca. 20-minütiger Gehweg bis zur Talstation der Gondelbahn. Mit der Kabinenbahn, in der 12 Personen Platz finden, ist man innerhalb weniger Minuten auf der Bergstation angelangt. Dort befindet sich auch eine Gaststätte, das Ödlhaus, mit großer Terrasse. Leider lädt das heutige Wetter nicht zur Rast auf der Terrasse ein. Also gehen wir weiter bergauf bis zum Eingang der Eishöhlen. Nach weiteren 15 bis 20 Gehminuten haben wir den Eingang der Eishöhle erreicht. Das gewaltige Höhlenportal von 20m Breite und 18m Höhe ist schon von weitem zu sehen. Eine kleine Besuchergruppe wartet bereits auf die nächste Führung. Wir schließen uns an.

Der Weg zu den Eishöhlen

der Eingang zu den größten Eishöhlen der Welt

Am Eingang erhalten einige Besucher Grubenlampen, da es in der Höhle kein Licht gibt. Der Führer erklärt uns, dass direkt beim Eingangstor an heißen Tagen ein Wind von bis zu 90 km/h bläst. Heute ist es im Vergleich dazu windstill, da die Aussentemperatur fast gleich hoch (bzw. niedrig), wie die Temperatur in den Höhlen ist. Dennoch kommt es uns doch recht kalt in der Höhle vor. Doch während unseres 1-stündigen Aufenthalts in der Eishöhle wird uns aber nicht all zu kalt werden, da wir insgesamt 1400 Stufen zu bewältigen haben. 700 Stufen bergauf und 700 bergab.

Unmittelbar hinter dem Höhlenportal betreten wir bereits Eisboden, und die Höhlenwände zeigen Eiskaskaden jeglicher Größe. Nach der Eingangshalle zeigt sich die riesige, 150 m lange und 40 m breite Posselthalle. Vorbei am Posselturm, einem großen Eisstalagmit in der Mitte der Halle, steigen wir die ersten 400 Stufen bergauf, zum Posseltkreuz. Dieses Kreuz, dass mit Ruß auf den Stein gemalt ist, markiert die Umkehrstelle des Erstforschers Anton Posselt und ist noch heute zu sehen.

Eingang zu den größten Eishöhlen der Welt

Der große Eiswall, 20 bis 25 m hoch, ist der steilste Punkt der Führung. Oberhalb dieses Eiswalls geht es durch einen schmalen Durchlass in die Hymirhalle. Hier ist der größte Eiswachstum der Eisriesenwelt festzustellen. Das Eis wächst von Jahr zu Jahr. Die mächtigste Figur der Eishöhle, die Hymirburg, erhebt sich im Mittelpunkt der Halle und besitzt einen Basisumfang von nahezu 40 m. Unmittelbar nach der Hymirhalle folgt das Niflheim, an dessen Ostwand sich die Eisorgel, befindet.

Von der Hymirhalle geht es weiter in den Mörkdom, der mit 60 m Länge, 30 m Breite und 35 m Höhe zu den größten Räumen des Höhlensystems zählt. Bemerkenswert ist der Mörkgletscher, eine bis zu 8 m hohe Eismauer, bei der die Eisschichten deutlich sichtbar sind. Der Mörkgletscher wurde nach seinem Entdecker Alexander von Mörk benannt. Dieser fiel kurz nach seiner Entdeckung im ersten Weltkrieg und wurde auf seinen Wunsch hin hier in der Höhle beigesetzt. Nach wenigen Schritten erreichen wir den Eispalast. Hier befinden wir uns ca. 1 km im Berginneren und über 400 m unter der Erdoberfläche. Die Führung macht hier kehrt, und wir gehen den selben Weg wieder zurück zum Höhleneingang bzw. Höhlenausgang.

Ödlhaus

Hier noch einige Infos:

Die Eishöhlen sind vom 1. Mai bis 26. Oktober täglich geöffnet. Die Führung in der Eishöhle dauert eine gute Stunde. Für den gesamten Besuch sollte man insgesamt 3 bis 4 Stunden einkalkulieren.

Während des Besuches der Höhle sind insgesamt 134 Höhenmeter zu überwinden.

In der Höhle herrschen um die 0°C. Warme Kleidung – auch Handschuhe, da man sich an den kalten Geländern festhalten muss – und  feste Schuhe empfehlenswert. Evt. kann man auch eine kleine Taschenlampe mitnehmen, da nur einige Personen eine Grubenlampe bekommen und es teilweise ziemlich dunkel in der Höhle ist.

Fotografieren und filmen ist in der Höhle nicht erlaubt – weitere Infos und Bilder finden Sie unter www.eisriesenwelt.at

Georg Hedegger

Über Georg Hedegger

Mir war es immer wichtig heimische, frische Produkte in unser Haus zu integrieren. 2010 verpachtete unser Nachbarhof uns seinen Fischteich, was sich nach einer Weile als ein wahrer Segen für unser Restaurant und das Urlaubserlebnis unserer Gäste herausstellte. Das wöchentliche Angeln & Grillen ist auch für mich persönlich immer wieder ein Highlight. Finden Sie mich auf Google+.

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